In Münster wahlkämpfen "Gentlemen" gegeneinander - wollen einem Parteien wie die örtliche FDP oder die Piraten weismachen. Es gebe nämlich ein "Gentlemen's agreement", dass gewisse Plätze für Wahlplakate in Münster tabu seien: Bäume beispielsweise, Kreuzungsbereiche, die Promenade, der Ludgerikreisel. Davon hatte ich auf der Münsteraner Mailingliste der Piraten gelesen, die FDP bestätigte es auf Twitter und wies auch auf ihrer Facebook-Seite darauf hin.
Merkwürdig nur, dass - wo in Ortsteilen wie Roxel oder Albachten unter anderem SPD, Piraten und Grüne noch weitgehend inaktiv beim Plakatieren sind - bereits plakatiert wird, als gäbe es kein Morgen mehr. In Roxel gibt es beispielsweise mehrere Plakate der Christenunion an Bäumen, einige sogar unter Verkehrsschilder geschoben. Ein Hinweis an deren Twitter-Account blieb folgenlos. Mehrere Plakate diverser Parteien hängen so tief, dass sich Fußgängerinnen und Fußgänger daran stoßen können.